Es ist kaum zu glauben: Seit der letzten Folge von „Die Nanny“ sind bereits 27 Jahre vergangen. Die beliebte Sitcom begeisterte in den 1990er-Jahren Millionen von Zuschauern und machte ihre Darsteller weltweit bekannt. Doch was machen Fran Drescher, Charles Shaughnessy und die Sheffield-Kinder heute?
Fran Drescher: Vom TV-Star zur Aktivistin
Zwischen 1993 und 1999 feierte Fran Drescher mit „Die Nanny“ ihren größten Erfolg. Sie spielte nicht nur die schlagfertige Fran Fine, sondern war gleichzeitig Autorin und Produzentin der Serie.
Auch nach dem Serienende blieb die New Yorkerin dem Fernsehen treu. Sie übernahm Hauptrollen in den Serien „Living with Fran“ und „Happily Divorced“, die beide von ihrem eigenen Leben inspiriert waren. Außerdem veröffentlichte sie das Buch „Cancer Schmancer“, in dem sie offen über ihre Krebserkrankung sprach.
Seit 2021 ist Drescher Präsidentin der Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA und engagiert sich weiterhin intensiv für ihre Organisation „Cancer Schmancer Movement“, die sich für Aufklärung und Prävention im Bereich der Frauengesundheit einsetzt.


Charles Shaughnessy: Vom TV-Produzenten zum Baron
Als Maxwell Sheffield wurde Charles Shaughnessy zum Publikumsliebling. Bereits in den 1980er-Jahren war der britische Schauspieler durch die Daily Soap „Zeit der Sehnsucht“ bekannt geworden, doch „Die Nanny“ machte ihn international berühmt.
Heute steht Shaughnessy vor allem auf Theaterbühnen, darunter auch am Broadway. Mit Fran Drescher verbindet ihn bis heute eine enge Freundschaft. Später hatte er sogar Gastauftritte in ihren Serien.
Eine besondere Wendung nahm sein Leben im Jahr 2007: Nach dem Tod eines Verwandten erbte er einen britischen Adelstitel und darf sich seitdem Baron nennen.

Daniel Davis: Der Butler mit dem perfekten Akzent
Butler Niles war für viele Fans der heimliche Star der Serie. Verkörpert wurde er von Daniel Davis, der ursprünglich aus Arkansas stammt. Seinen britischen Akzent eignete er sich eigens für die Rolle an.
Nach dem Ende von „Die Nanny“ kehrte Davis zu seiner großen Leidenschaft, dem Theater, zurück. Daneben übernahm er kleinere Fernsehrollen, unter anderem in der Serie „Gotham“.

Madeline Zima: Grace Sheffield blieb der Schauspielerei treu
Madeline Zima war erst acht Jahre alt, als sie die jüngste Sheffield-Tochter Grace spielte. Schon zuvor hatte sie in Werbespots und in dem Thriller „Die Hand an der Wiege“ mitgewirkt.
Nach dem Ende der Sitcom setzte sie ihre Karriere erfolgreich fort. Es folgten Rollen in beliebten Serien wie „Californication“ und „Heroes“. Später war sie auch im „Twin Peaks“-Revival sowie in der DC-Serie „Doom Patrol“ zu sehen.


Benjamin Salisbury: Ein Leben abseits der Kameras
Benjamin Salisbury spielte den schlagfertigen Brighton Sheffield und war während der Dreharbeiten gerade einmal 13 Jahre alt.
Bis 2006 arbeitete er als Schauspieler, zog sich danach jedoch aus Hollywood zurück. Heute lebt er in Kalifornien, ist verheiratet und hat einen Abschluss in Journalismus. Außerdem engagiert er sich für das +ME PROJECT, eine Organisation, die Jugendliche dabei unterstützt, ihre eigenen Geschichten zu erzählen und mehr Selbstvertrauen zu entwickeln.

Nicholle Tom: Weiterhin im Fernsehen präsent
Nicholle Tom war bereits vor „Die Nanny“ bekannt, unter anderem durch ihre Rolle im Familienfilm „Ein Hund namens Beethoven“. In der Sitcom spielte sie die älteste Sheffield-Tochter Maggie.
Auch heute ist sie regelmäßig in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, wenn auch meist in kleineren Rollen. Zu ihren späteren Projekten gehört unter anderem der Weihnachtsfilm „Rent-An-Elf: Die Weihnachtsplaner“.


Eine Serie, die bis heute Kultstatus genießt
Auch fast drei Jahrzehnte nach dem Ende von „Die Nanny“ ist die Serie für viele Fans unvergessen. Die Darsteller haben ganz unterschiedliche Wege eingeschlagen – von Theaterkarrieren und sozialem Engagement bis hin zum Rückzug aus dem Rampenlicht. Eines aber verbindet sie noch immer: Ihre Rollen in der Kultserie bleiben ein fester Bestandteil der Fernsehgeschichte.